Gemeinsam stark – gut leben im Kreis Unna

Unser Herz schlägt für den Kreis Unna. Wir leben gerne hier – in einer Region, die ihrerseits Mittelpunkt einer Region mit mehr als zwei Millionen Menschen ist und in der wir Solidarität, Anerkennung, Wertschätzung und Respekt großschreiben. Mit Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Lünen, Schwerte, Selm, Unna und Werne ist unser Kreis ebenso vielfältig wie leistungsstark. Wir stehen dafür, ihn auch in Zukunft nachhaltig und sozial gerecht zu gestalten.

Die SPD will, dass der Kreis Unna eine lebenswerte und starke Region bleibt. Die Menschen sollen sich vor Ort auf eine gute Infrastruktur verlassen können – auf gute Kitas, gute Jugendeinrichtungen, generationsübergreifende Treffpunkte, lebenswerte Innenstädte, kulturelle Angebote und vieles mehr.

Uns Sozialdemokraten ist diese Form der Daseinsvorsorge wichtig und wir setzen uns auf allen Ebenen ein, damit die Kommunen für diese Aufgaben ausreichend Geld zur Verfügung haben.

Klar ist auch, dass es Aufgaben gibt, die in der Gemeinschaft und der Solidarität der Kommunen mit dem Kreis leichter gelöst werden können – und bei übergreifendem Interesse auch sollen. Es gibt darüber hinaus Aufgaben, für die der Kreis Unna originär zuständig ist. Er organisiert den Öffentlichen Personennahverkehr und sorgt dafür, dass die Menschen zuverlässig von A nach B kommen. Er ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind und er garantiert in vielfältiger Weise Sicherheit und Gesundheitsfürsorge.

Jetzt an morgen denken
– Corona und die Folgen

Die Corona-Krise zeigt uns, wie wichtig Solidarität, Zusammenhalt und ein funktionierendes Gemeinwesen über Stadtgrenzen hinaus sind. Der Kreis Unna ist bislang gut durch die Pandemie gekommen – vor allem dank der Disziplin und Rücksichtnahme der Bürgerinnen und Bürger. Wir konnten uns aber auch auf ein funktionierendes Gesundheitssystem mit leistungsfähigen Krankenhäusern, mit einem vorbildlichen öffentlichen Gesundheitsdienst, einer guten ambulanten medizinischen Versorgung und Pflege sowie eindrucksvollem Ehrenamt verlassen. Die Verwaltungen der Städte und Gemeinden sowie die Kreisverwaltung haben ihre Kompetenz und Belastbarkeit unter schwierigsten Bedingungen unter Beweis gestellt.

Nun geht es darum, aus der Krise zu lernen und den Blick nach vorne zu richten. Wir wissen, dass wir unseren öffentlichen Gesundheitsdienst deutlich verstärken und mit Hilfe von Bund und Land für eine ausreichende Bevorratung von Schutzkleidung sorgen müssen. Vor allem aber gilt es, jetzt an Morgen zu denken und dafür zu sorgen, dass wir mit Zukunftskonzepten in allen Lebensbereichen gut aus der Krise kommen.

 

Die damit verbundene Chance, aus veränderten künftig bessere Lebensbedingungen zu machen, können wir in der Region nur gemeinsam nutzen.

Wir wollen nicht, dass überholte Strukturen mühsam überleben, sondern wir wollen innovativer, digitaler, nachhaltiger und gerechter werden.

Arbeit und Wirtschaft sind dabei ein zentrales Thema. Mit abgestimmten Konzepten in der Region heißt es jetzt, bestehende Unternehmen weiterzuentwickeln, neue Betriebe anzusiedeln und eine zukunftsfeste Wirtschaftsstruktur zu schaffen, die Arbeitsplätze und Wohlstand sichert. Gleichzeitig behalten wir den enormen Wert sozialer Dienste, insbesondere von Gesundheitswirtschaft und Pflege im Auge.

Um in diesem Sinne die Weichen nach der Corona-Krise richtig zu stellen, müssen Land und Bund ihrer Verpflichtung nachkommen, die Kommunen zu entlasten und zu entschulden. Finanzielle Unterstützung muss dort fließen, wo wir in Lebensqualität, sozialen Ausgleich und Zukunft investieren. Dann können wir zuversichtlich in das neue Jahrzehnt schauen und die notwendigen Veränderungen mit vereinten Kräften anpacken.

 

 

Damit die Menschen auch 2030

gemeinsam stark und gut

im Kreis Unna leben.

Der Inhalt des Wahlprogramms

Wirtschaft und Arbeit – innovativ und nachhaltig

Nur mit wirtschaftlichem Wachstum und sicheren Arbeitsplätzen lässt sich Gemeinwesen gestalten. Aktive Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik haben deshalb für uns höchste Priorität. Wir kennen und können den Strukturwandel im Kreis Unna. Mehr als 30.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind seit 2004 geschaffen worden. Dieser Zuwachs lag in den vergangenen Jahren deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Ein erneuter Strukturwandel wird uns nun wieder vor Herausforderungen stellen – geprägt von den Auswirkungen der Corona-Krise. Wir Sozialdemokrat*innen sehen hier eine große Chance, indem wir unseren erfolgreichen Weg mit einer veränderten und auf Nachhaltigkeit setzenden wirtschaftlichen Gesamtstrategie vor Ort weitergehen. Wir wollen die Menschen schnell aus der Kurzarbeit zurück in ihre Arbeit holen und zukunftsorientierte Arbeitsplätze schaffen. Wir wollen wirtschaftlichen Fortschritt – innovativ, digital und klimaschonend zum Wohle aller Menschen im Kreis Unna. Die SPD ist sicher: Unser Kreis Unna hat die Kraft für den Wandel.

  • Der Kreis Unna soll weiterhin ein starker Industrie- und Logistikstandort bleiben. Die Revitalisierung von Gewerbeflächen im Bestand und insbesondere der Flächen ehemaliger Kohlestandorte bietet darüber hinaus die Chance, eine nachhaltige Gewerbeausrichtung zu fördern und damit den Wirtschaftsstandort Kreis Unna weiter zu stärken. Gesundheitswirtschaft, Energieerzeugung und die Ausweitung von Technologiezentren als innovative Existenzgründungspartner bieten dabei erhebliches Potenzial. Um dieses zu nutzen, sind interkommunale Anstrengungen notwendig, die unser Landrat mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna im Rahmen eines Regionalen Entwicklungskonzepts koordiniert und vorantreibt.
  • Energiesektor mit Zukunft: Große Chancen sehen wir bei dem Thema Wasserstoff. Mit Wasserstoff schaffen wir neue klimaneutrale Energie für die bestehenden Industrieunternehmen in der Region und einen ganz neuen Wirtschaftszweig, der Arbeitsplätze und Wohlstand für die Menschen bringt. Darüber hinaus bietet Wasserstoff große Potenziale für technische Entwicklungen und neue Geschäftsmodelle in Zukunftsbranchen.
  • Wir setzen auf Investitionen in Mittelstand, Handwerk, Kultur- und Medienlandschaft sowie den Einzelhandel als wichtige Pfeiler einer lebenswerten Region. Entsprechende Förderprogramme des Bundes und des Landes müssen in den Kreis Unna geholt werden.
  • Vor der Krise haben wir unser Ziel erreicht und die Jugendarbeitslosigkeit im Kreis Unna halbiert. Um auch weiterhin jungen Menschen eine wohnortnahe Lebensperspektive zu bieten, setzen wir auf eine Ausbildungsgarantie, bei der alle jungen Menschen im Kreis Unna, die das wollen und können, einen Ausbildungsplatz erhalten – wenn nötig zunächst außerbetrieblich. Diesen Kraftakt wollen wir gemeinsam mit den Arbeitgebern und Kammern stemmen.
  • Wir lassen keine Jugendlichen zurück und machen uns stark für flächendeckend vernetzte „Häuser der Jugend“ unter Beteiligung von Kreis, Jobcenter, Arbeitsagentur und Kommunen. Kräfte werden gebündelt, um junge Menschen zu qualifizieren und ganzheitlich zu unterstützen.
  • Die erfolgreiche öffentlich geförderte Beschäftigungspolitik der vergangenen Jahre zur Teilhabe von Langzeitarbeitslosen am Arbeitsmarkt soll fortgeführt und durch weitere Mittel unterstützt werden. Um den Menschen umfassend helfen zu können, sind weitere individuell ausgerichtete Anstrengungen erforderlich.
  • Mitbestimmung und gewerkschaftliches Engagement sind für die SPD Voraussetzungen für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Wir setzen deshalb weiterhin auf den Dialog mit der Mitbestimmung in Wirtschaft und Verwaltungen bei wichtigen kreispolitischen Entscheidungen. Mit der SPD wollen wir, wo immer möglich, Betriebe bei Vergaben berücksichtigen, die der Tariftreue verpflichtet sind.
  • Durch die Verzahnung von Arbeitsleben und Betreuungsangeboten, zum Beispiel mit Betriebs-Kitas und bedarfsgerechten Kita-Öffnungszeiten, unterstützen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer gleichermaßen. Unser Ziel ist es, die Frauenerwerbstätigkeit weiter zu erhöhen und mehr Chancen für beruflichen Aufstieg zu schaffen.

Digitalisierung gestalten

Die Digitalisierung bringt weitreichende Veränderungen in allen Lebensbereichen. Gut und verantwortungsvoll genutzt, hilft sie uns, die drängenden Herausforderungen unserer Zeit zu lösen und den Standort Kreis Unna zu stärken. Dabei ist uns wichtig: Die Digitalisierung dient dem Menschen, nicht umgekehrt. Datensicherheit hat oberste Priorität. Niemand darf zurückgelassen werden. Wir wollen digitale Potenziale nutzen, um sozialen Fortschritt zu schaffen, an dem alle teilhaben – in Wirtschaft, Bildung, Gesundheitsversorgung, Mobilität, Verwaltung, Beruf und Freizeit.

Der Kreis der Zukunft ist für uns eine smarte, vernetzte Region, die wir gemeinsam aktiv gestalten. Eine innovative Region erleichtert das Leben der Einwohner*innen und bietet ideale Bedingungen für Gründer*innen und innovative Unternehmen.

Digitalisierung ist ein Querschnittsthema, das sich in allen Bereichen unseres politischen Handelns wiederfinden muss und deshalb auch ganzheitlich und kreisweit gedacht werden muss.

  • Um optimale Voraussetzungen für den technologischen Wandel und die Gestaltung der Digitalisierung zu schaffen, müssen wir den Ausbau der leistungsfähigen Glasfaserinfrastruktur im gesamten Kreis Unna. Nur auf dieser Grundlage können innovative Anwendungen wie öffentliches W-Lan oder neue Mobilstandard 5G flächendeckend ausgerollt werden.
  • Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für unsere Schulen ist. Sie dürfen dabei nicht allein gelassen werden. Professionelle Betriebs- und Supportstrukturen müssen unterstützen, um die steigende Zahl der digitalen Geräte sicher und effizient zu betreiben sowie Betriebsstandards für die digitale Infrastruktur in den Schulen zu garantieren. Zu dem müssen wir dafür Sorge tragen, dass alle Kinder – unabhängig vom Geldbeutel oder Bildungsstand der Eltern – optimalen Zugang zu digitaler Technik und Arbeitsweisen enthalten. Hierbei ist insbesondere das Land in der Pflicht, seine Anstrengungen zu verstärken.
  • Mehr Service unterwegs: Wir wollen WLAN-Hotspots an öffentlichen Plätzen, in Bussen und an Haltestellen ausbauen.
  • Den digitalen Masterplan des Kreises Unna zur Digitalisierung der Verwaltung gilt es mit Priorität und in Abstimmung mit den Kommunen umzusetzen: Bis 2022 sollen möglichst alle Dienstleistungen der Verwaltung online angeboten werden. Darüber hinaus entwickelt der Kreis gemeinsam mit den kreisangehörigen Kommunen und den kommunalen Unternehmen eine kreisweite integrierte Strategie für eine digitale Region. Das ist unbedingte Grundlage dafür, sich um maßgebliche Förderprojekte zu bewerben. Das Förderprogramm Modellprojekte Smart Cities wurde durch Bundesfinanzminister Olaf Scholz mit dem Corona-Konjunkturpaket um 500 Millionen Euro aufgestockt. Diese Chance wollen wir als Region nutzen.
  • Um die Digitalisierung des Kreises vernetzt und strategisch voranzubringen, wird in der Kreisverwaltung Unna eine digitale Arbeitseinheit etabliert, die die digitale Entwicklung der Lebensbereiche mit der Digitalisierung der Verwaltung verknüpft.
  • Die Arbeit der Zukunft wird maßgeblich durch die Digitalisierung geprägt. Kommunale Wirtschaftsdialoge mit den Unternehmen vor Ort, Gewerkschaften und Kammern sollen eine konzertierte kommunale Wirtschaftsförderung sichern, die den Herausforderungen des digitalen Zeitalters gewachsen ist.
  • Immer mehr Menschen arbeiten ganz oder teilweise im Homeoffice. Die SPD will, dass dabei der Arbeitsschutz nicht auf der Strecke bleibt. Die Kreisverwaltung und die kreiseigenen Unternehmen müssen mit gutem Beispiel voran gehen und mit einem breiten Homeoffice Angebot für die Mitarbeiter*innen die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf aktiv fördern. Darüber hinaus wollen wir Wege suchen, Unternehmen dazu bei der Einführung von Homeoffice und New Work beratend zu unterstützen.
  • Die SPD steht für attraktive Quartiere, in denen die Menschen gerne leben. Selbstverständlich gehört heute eine ausgezeichnete digitale Infrastruktur zum guten Wohnen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Bundes- und Landesmittel zum Ausbau der digitalen Infrastruktur auch hier eingesetzt werden.
  • Wir sorgen dafür, dass durch den Ausbau digitaler Strukturen die Gesundheitsversorgung im Kreis Unna noch besser wird, zum Beispiel mit der Einführung einer digitalen Patienten- und Einsatzdokumentation im Rettungsdienst sowie der Einführung eines Telenotarztsystems.
  • Die kreiseigenen Unternehmen bilden einen digitalen Innovationsbund, an dem sich auch städtische Unternehmen beteiligen können.
  • Die Wirtschaftsförderung im Kreis Unna unterstützt die anderen kommunalen Unternehmen wie auch den Kreis bei der Vernetzung mit StartUps und lokalen Tech-Unternehmen. Darüber hinaus bildet die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine weitere wichtige Grundlage zur digitalen Zukunftsgestaltung.
  • ÖPNV, Car- und Bike-Sharing Angebote, E-Ladesäulen für Autos und Fahrräder im ganzen Kreisgebiet werden in einer Mobiliäts-App zusammengefasst und mit bestehenden Angeboten vernetzt.

Unterwegs im Kreis Unna – sicher, zuverlässig, klimaschonend

 

Alle Orte im Kreis Unna und in der weiteren Region sollen zuverlässig, sicher, komfortabel, bezahlbar und barrierefrei mit umweltfreundlichen Mobilitätsformen erreichbar sein. Denn wir möchten, dass die Menschen von starkem Verkehrslärm, von Abgasen und Umweltverschmutzung verschont werden. Dabei machen wir eine Verkehrspolitik ohne ideologische Scheuklappen. Wir wissen, dass für viele Menschen das Auto unverzichtbar ist und setzen auf einen zukunftsweisenden und gut vernetzten Verkehrsmix. Zugleich wollen wir den Öffentlichen Personennahverkehr und den Radverkehr so attraktiv machen, dass immer mehr Menschen ihn nutzen.

  • Wir machen uns stark für den konsequenten Ausbau des ÖPNV. Unsere Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) ist dabei unverzichtbar. Wir wollen, dass die VKU Innovationstreiberin für den Öffentlichen Personennahverkehr, neue technische Antriebe und die Entwicklung von Mobilitätsdienstleistungen bleibt.
  • Um reibungslose Mobilität zu ermöglichen, müssen wir übersichtliche Übergangstarife und Fahrpläne in andere Verkehrsverbünde schaffen.
  • Ein Euro pro Tag für die Nutzung des ÖPNV: Für Bus und Bahn streben wir ein einfaches und preisgünstiges Tarifsystem an, das uns auf den Weg zum Ein-Euro-Ticket der Zukunft führt. Gerade für junge Leute wollen wir ein attraktives Angebot.
  • Unverzichtbar für mehr Service sind der kostenlose Zugang zu WLAN in Bussen und Bahnen sowie die Entwicklung digitaler Unterstützung durch einfache Apps. Sie geben schnell Auskunft zu Verkehrsverbindungen und stellen auf einfachem Weg Tickets bereit. Der Grundstein ist mit der Informationsplattform „fahrtwind“ gelegt. Unser Ziel: einmal registrieren, dann buchen und bezahlen aus einer Hand.
  • Weitere echte Schnellbusverbindungen sollen die Kommunen im Kreis Unna und darüber hinaus künftig auf direktem Wege miteinander verbinden.
  • Wir unterstützen die Überlegungen zur Reaktivierung der Hamm-Osterfelder-Eisenbahnlinie, die insbesondere Bergkamen und Lünen zugutekommt. Sie bietet die Chance, Bergkamen an das Netz des Schienenpersonennahverkehrs anzubinden. Die SPD legt dabei Wert auf höchste Anforderungen an umfassenden Lärmschutz durch den Einsatz innovativer Technik, zum Beispiel durch so genannte „leise Züge“ und Schutzwände.
  • Der Ausbau des Radwegenetzes muss zügig vorangetrieben werden. Wir haben sowohl innerstädtische Verkehre auf sicheren Radwegen als auch direkte Verbindungen zwischen den Städten im Auge. Dazu gehören der Anschluss an den RS1 sowie der Ausbau eines Radschnellwegenetzes in der Region, insbesondere an den Kreisstraßen, und die Schaffung einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur für Elektromobilität per Rad.
  • Wir fördern Mobilstationen, die es den Menschen ermöglichen, unterschiedliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn, Auto und Fahrrad problemlos miteinander zu verknüpfen. Dazu gehören auch Park + Ride- bzw. Bike + Ride-Anlagen sowie Car-Sharing in Verbindung mit anderen Mobilitätsformen.
  • Den Kreis Unna sicherer für alle Verkehrsteilnehmer*innen machen – das ist unser Anliegen. Deshalb hat die SPD ein integriertes Verkehrssicherungskonzept für den Kreis Unna gefordert. Dabei geht es um den Zustand der Straßen, die Übersichtlichkeit des Verkehrsraums, Verkehrserziehung und Verhalten im Straßenverkehr. Unser Anliegen: weniger Verletzte und Tote durch ein besseres Miteinander aller Beteiligten.

Klima- und Naturschutz – uns allen zuliebe

Wir wissen um unsere Verantwortung, die natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen zu bewahren. Der Natur- und Umweltschutz bleibt ein Markenzeichen des Kreises Unna. Wir wollen sparsam mit Flächen umgehen, Böden, Gewässer und die Artenvielfalt schützen und dabei weiterhin gut mit den ehrenamtlichen Vereinen, Naturschutzverbänden und Initiativen zusammenarbeiten. Den Klimaschutz sieht die SPD als eine zentrale Aufgabe der Zukunft. Unser Ziel: Der Kreis Unna soll im Einklang mit den bundes- und europaweiten Zielsetzungen den derzeitigen CO2-Ausstoß bis 2030 um 50 Prozent reduzieren und bis 2050 bilanziell klimaneutral sein. Um das zu erreichen, müssen wir künftig ressourcenschonender und ökologischer leben und arbeiten. In diesem Strukturwandel stecken große Chancen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird und am Ende alle profitieren – von mehr Lebensqualität und einer klimafreundlichen, zukunftsorientierten und vielfältigen Wirtschaftsstruktur, die gute und neue Arbeit für unsere Zukunft sichert.

  • Die SPD im Kreis Unna setzt sich für die Umwandlung der aufzugebenden Kohlekraftwerk-Standorte ein. Wasserstoff als Energieträger der Zukunft soll seine wissenschaftliche Heimat und seine Produktionsheimat im Kreis Unna haben.
  • Wir fördern die nachhaltige Verwertung der Rest- und Wertstoffe, die im häuslichen und gewerblichen Umfeld entstehen. Abfallvermeidung und Wiederverwertung sind Grundpfeiler einer ökologisch und ökonomisch ausgerichteten Politik. Mülltrennung, biologische Verwertung, kurze Wege der Entsorgung und kommunale Verantwortung durch kreiseigene Gesellschaften können bereits kurzfristig die Ökobilanz verbessern. Die SPD steht für eine Überprüfung und Neuausrichtung der Abfallwirtschaft.
  • Brachflächen sind vorrangig zu reaktivieren, um Klimaziele mit dem Ausbau von Arbeitsplätzen durch Neuansiedlung von Industrie und Gewerbe ökologisch ausgewogen zu vereinbaren. In diesen Dienst stellen wir auch die Wirtschaftsförderung, von der wir ein behutsames und ausgleichendes Vorgehen erwarten. Ressourcen- und Klimaschutz sowie regionale Wertschöpfung sind Grundpfeiler wirtschaftlichen Handelns im Kreis Unna.
  • Heimische Lebensmittel sind unabdingbar für die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. Wir suchen den Dialog mit der Landwirtschaft, um die autarke Versorgung zu fördern und die heimischen Betriebe in ihrer Existenz zu stärken. Kurze Wege in der Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und die ortsnahe Vermarktung vermeiden lange Wege und zusätzliche Emissionen.
  • Die Anforderungen an den Landschaftsschutz sind gestiegen. Darauf reagieren wir mit der konsequenten Umsetzung der Landschaftspläne. Wir wollen dies gemeinsam im Dialog mit Verwaltung, den Städten und Gemeinden sowie den ehrenamtlich Tätigen in Naturschutzverbänden umsetzen.
  • Die Natur muss geschützt und gleichsam erlebbar bleiben. Die Gewässerflächen, Bach- und Flussläufe bieten gemeinsam mit Wald- und Flurflächen einen Zugang zu Naturerleben und Naherholung. Die SPD setzt sich für eine Stärkung der Erlebnis- und Erholungsqualität im Kreis Unna ein. Wander- und Radwege im Kreis müssen instandgehalten und ausgebaut werden.
  • Die SPD steht für die offene Kommunikation mit den Menschen. Wir setzen uns für eine umfassende Information und Beteiligung bei Strategien, Zielen und Maßnahmen für den kreisweiten Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel ein. Darüber hinaus soll es ein regelmäßiges Beratungsangebot für Bürger*innen, Unternehmen und weitere relevante Akteur*innen im Bereich erneuerbare Energien, Energieeinsparungen und Fördermittel geben.
  • Umweltbildung ist nachhaltiger Umweltschutz: Wir wollen vorhandene Angebote stärken und ausbauen. Eine kreisweite Informations- und Kompetenzeinrichtung soll auf der Ökologiestation in Bergkamen eingerichtet werden.
  • Die SPD im Kreis Unna setzt sich für die Koordination und das gemeinschaftliche Handeln aller Gemeinden und Städte ein, um lokale Klimaschutzaktivitäten miteinander zu verbinden. Ein kreisweites und koordiniertes Klimaschutzmanagement ist zu etablieren.

Gesundheit geht vor

 

 

Nicht erst die Corona-Krise hat gezeigt: Wenn es um das Thema Gesundheit und Prävention geht, ist der Kreis Unna aus einer langen Tradition heraus sehr gut aufgestellt. Eine ausgezeichnete und bezahlbare medizinische Versorgung für alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft hat oberste Priorität. Ebenso wichtig ist uns, dass das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise geweckt und gefördert sowie der Verbraucherschutz weiter gestärkt wird.

  • Im Kreis Unna gibt es eine vielfältige Gesundheitswirtschaft mit Haus- und Fachärzt*innen, medizinischen Versorgungszentren, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und -diensten, Therapeut*innen sowie branchenspezifischen Produzenten und Dienstleistern. Wir wollen diese erhalten und möglichst in Kooperation mit Forschung und benachbarten Hochschulen weiterentwickeln.
  • Der Kreis Unna ist mit mehr als 270 Selbsthilfegruppen bundesweit führend. Die selbstorganisierte gesundheitliche Versorgung ist ein wichtiger Baustein, den wir künftig nicht nur finanziell stärken, sondern auch ausbauen möchten.
  • Eine große Herausforderung stellt das Wegbrechen von Substitutionsstellen im Kreis Unna dar. Drogensüchtigen muss unter ärztlicher Begleitung die Möglichkeit gegeben werden, mit ihrer Sucht ohne Schaden für die eigene Gesundheit und die Gesellschaft zu leben. Ziel ist eine dauerhafte Substanzfreiheit bzw. eine Schadensminimierung mit Hilfe der Dauersubstitution.
  • Das Modell, Stipendien an angehende Mediziner*innen zu vergeben, um dem drohenden Nachwuchsmangel im Kreis Unna frühzeitig zu begegnen, hat sich bewährt und soll fortgesetzt werden.
  • Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig ein leistungsstarkes Gesundheitsamt ist. Es muss für die Zukunft mit Hilfe von Bund und Land personell und technisch noch besser ausgestattet werden.
  • Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, bedarf es der Verbesserung von Rahmenbedingungen, die teilweise kommunal unterstützt werden können. Im Schulterschluss mit Krankenhäusern, Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen gilt es, neue Ausbildungsmöglichkeiten für Quereinsteiger*innen zu schaffen. Wir unterstützen das Netzwerk Pflege, das im Kreis Unna entsteht.
  • Ambulant vor stationär ist im Kreis Unna ein sozialpolitisches Erfolgsmodell. Aktuelle Herausforderung: ausreichend Kurzzeitpflegeplätze schaffen, um pflegende Angehörige zu entlasten.
  • Krankenhäuser gehören zur Daseinsvorsorge. Wir stemmen uns weiterhin gegen jegliche Bestrebungen, sie privaten Spekulant*innen zu überlassen.
  • Die Gesundheitsförderung soll weiter gestärkt werden. Der Kreissportbund ist dabei ein wichtiger Partner. Wir wollen Präventionsangebote ausbauen, zum Beispiel mit Unterstützung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements und sportlichen Aktivitäten mit Freizeitcharakter.
  • Verbraucherpolitik hat seit langem einen hohen Stellenwert in der Politik der SPD. Nirgendwo in ganz Deutschland finden wir ein so dichtes Netz an Verbraucherzentralen und Umweltberatungsstellen wie im Kreis Unna. Sie leisten Herausragendes für die Rechte der Verbraucher*innen. Ihre Tätigkeit werden wir weiter unterstützen und gemeinsam mit den Städten und Gemeinden, da wo nötig, maßvoll ausbauen.

Gute Bildung von Anfang an

Die SPD kämpft seit jeher für Chancengleichheit. Kommunale Bildungseinrichtungen und Bildungsangebote sind für uns der Schlüssel zu einem besseren Leben für alle. Sie sind die Voraussetzung für individuellen Erfolg, aber sie sind auch unabdingbar für unsere soziale, wirtschaftliche und ökologische Zukunft. Der Kreis Unna und seine Kommunen haben in den vergangenen Jahrzehnten ein Bildungsangebot aufgebaut, das in seiner Breite und Tiefe vorbildlich ist. Von den Kitas und allen Schulformen bis hin zur allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung reicht das Angebot in der Region. Dabei ist uns wichtig: Jeder hat eine zweite Chance verdient. Bildung muss auch dazu beitragen, neue Perspektiven aufzuzeigen. Ein fehlender Abschluss oder Arbeitslosigkeit dürfen keine Endstation bedeuten.

  • Der Kreis Unna ist für die Kindertageseinrichtungen in Bönen, Fröndenberg und Holzwickede verantwortlich. Als Orte frühkindlicher Bildung und alltagsintegrierter Sprachförderung können wir ihre Bedeutung nicht hoch genug schätzen. Wir setzen uns weiterhin ein für ein qualitativ hochwertiges und flexibles Angebot, das weit über Betreuung hinausgeht. Vor allem die Zahl der Plätze für Unter-Dreijährige muss bedarfsgerecht ausgebaut werden.
  • Die fünf Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises Unna bieten die Kombination Ausbildung und Schule im klassischen dualen System ebenso wie vollschulische Ausbildungen und Abschlüsse bis hin zum Abitur an. In den vergangenen Jahren sind innovative Bildungsgänge hinzugekommen. Diese Anstrengung müssen wir verstärken, um die jungen Menschen fit zu machen für die Zukunft und um ihnen eine selbstbestimmte berufliche Perspektive zu ermöglichen.
  • Ein neuer und wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sind die Förderklassen für Schüler*innen mit besonderem Unterstützungsbedarf an allen Berufskollegs im Kreis Unna. Die SPD ist überzeugt davon, dass dieses Geld auch in Zukunft gut angelegt ist.
  • Wir stehen auf der Seite der gemeinnützigen Partner*innen in der außerschulischen Bildung im Kreis Unna wie etwa AWO, Diakonie, Caritas und die Werkstatt im Kreis Unna. Nur mit ihnen gemeinsam gelingt es, junge Erwachsene, Menschen mit Beeinträchtigungen und Arbeitslose bestmöglich auf ihrem Weg zum Schulabschluss, in die berufliche Ausbildung oder bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
  • Wir unterstützen schulberatende und schulbegleitende Dienste und Dienstleistungen, um die Schulen im Kreis Unna gut und erfolgreich in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag zu unterstützen.
  • Die Förderschullandschaft im Kreis Unna hat sich während der vergangenen Jahre mit Blick auf gemeinsames Lernen an Regelschulen weiterentwickelt – auch mit neuen baulichen und pädagogischen Konzepten. Eine Aufgabe der Zukunft: Die Neuaufstellung der zwei Kreis-Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung in Bergkamen und Holzwickede. Angesichts der hohen Schüler*innen-Zahl gilt es, den zukünftigen dritten Standort ebenfalls zu einem modernen und guten Lernort zu machen.
  • In Unna zeigt der neue Bildungscampus den Weg in eine kreisweite Bildungslandschaft über die engen Grenzen der Schulformen und Schulträgerschaften hinweg.
  • Lebenslanges Lernen ist heute eine Selbstverständlichkeit. Deshalb haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Volkshochschulen im Kreis Unna, die vielfältige Möglichkeiten bieten, Kompetenzen zu erweitern und zu vertiefen. Künftig sollen diese Angebote noch besser vernetzt werden.
  • Das digital unterstützte Lernen bietet neue und zusätzliche Lernmöglichkeiten. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in allen Bildungseinrichtungen hat daher für die SPD höchste Priorität! Und wir wollen, dass zukünftig kein Kind mehr zurückbleibt beim digital unterstützten Lernen.
  • Neben dem Ausbau der digitalen Infrastruktur geht es auch um den Ausbau pädagogisch sinnvoller und nachgefragter Elemente für digitales Lernen. Wir wollen die Bildungseinrichtungen ins Gespräch bringen. Regional entwickelte und vernetzte digitale Bildungsangebote in der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung sollen zum Qualitätsmerkmal der Bildungsregion Kreis Unna werden.
  • Der Kreis Unna hat hohes Innovationspotenzial und bietet großartige Möglichkeiten in Forschung und Lehre, die bislang noch nicht hinreichend wahrgenommen werden. Die SPD will insbesondere die Kooperation mit den in der Region gut vernetzten und anwendungsorientierten Fachhochschulen suchen und hat dabei vor allem die sozialen Berufe, frühkindliche Bildung, Gesundheitswirtschaft und die Zukunftsbranchen Energie- und Kreislaufwirtschaft im Blick. Unser Ziel ist es, mittelfristig Standorte bestehender staatlicher Hochschulen im Kreis Unna anzusiedeln. Dass das bislang noch nicht geschehen ist, werten wir als schweres wissenschaftspolitisches Versäumnis der Landesregierung.

Gutes und bezahlbares Wohnen in allen Lebenslagen

 

Die SPD will, dass alle Menschen im Kreis Unna gut, zeitgemäß und bezahlbar wohnen können: in den Innenstädten, in den Stadtteilen und Dörfern, in einer Mietwohnung oder in den eigenen vier Wänden. Auch wenn sich Lebensumstände verändern und ein Umzug ansteht, sollen sie leicht wieder ein neues Zuhause finden. Deshalb brauchen wir passgenaue Angebote für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, für junge Leute, Familien, Alleinstehende und für Menschen mit Beeinträchtigungen gleichermaßen. Wichtig ist der SPD darüber hinaus: Zu gutem Wohnen gehört immer auch ein lebendiges Umfeld mit Nahversorgung, Freizeitwert, Verkehrsanbindung und sozialen Einrichtungen. Wir verstehen das Thema Wohnen ganzheitlich und machen uns stark für attraktive Quartiere, in denen die Menschen im Kreis Unna gerne leben und arbeiten.

  • Der öffentlich geförderte Wohnungsbau ist nach wie vor unverzichtbar. Im Kreis Unna haben wir dafür gute Voraussetzungen mit Wohnungsunternehmen, genossenschaftlichen Unternehmen und insbesondere mit unserem kreiseigenen Wohnungsunternehmen UKBS. Es hat als verlässlicher Partner Verantwortung übernommen für die Bereitstellung bezahlbaren und ökologischen wie qualitativ hochwertigen Wohnraums sowie die Entwicklung eines guten Wohnumfelds. Diesen Weg wollen wir fortsetzen und ausbauen. Mit den Städten und Gemeinden als Anteilseignerinnen der UKBS soll der Kreis Gespräche aufnehmen, um eine Erhöhung der Wohnbauleistung zu ermöglichen.
  • Die SPD will, dass im Kreis Unna ein Bündnis für gutes Wohnen entsteht. Dazu gehören Partner*innen aus der Wohnungswirtschaft, die kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie weitere relevante Akteur*innen. Anhand konkreter Zielvereinbarungen sollen Rahmenbedingungen für mehr Wohnraum geschaffen und neue oder vorhandene Flächen für Wohnraum identifiziert und aufbereitet werden.
  • Das Interesse an neuen Wohnmodellen wächst nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Die UKBS hat dabei mit Projekten wie den Mehrgenerationenhäusern und der Verbindung von Wohnen mit seniorengerechten Dienstleistungen im Kreis Unna Maßstäbe gesetzt. Dieser Ansatz soll weiterentwickelt und gestärkt werden.
  • Wir wollen auch die großen Potenziale unserer Städte und Gemeinden für das Wohnen für Studierende an benachbarten Hochschulen zukünftig besser nutzen und attraktiven Wohnraum entwickeln.
  • Für die SPD gehört Wohnungspolitik in das Zentrum einer modernen integrierten Stadtentwicklung. Dabei muss die Gestaltung von Innenstädten, von Wohn- und Quartiersstrukturen mit so wichtigen Themen wie Klima- und Umweltschutz, Infrastruktur, sozialen Fragen und Aufenthaltsqualität verbunden werden – auch um die soziale Ausgewogenheit in Wohngebieten zu fördern. Nur wenn ausreichend Grünflächen und öffentliche Plätze, Treffpunkte für Nachbarschaft, Spiel- und Bewegungsflächen zur Verfügung stehen, ist ein gutes Leben für alle möglich.

Sicherheit und Bevölkerungsschutz für alle

 

 

Sicherheit ist ein menschliches Grundbedürfnis, das ein Leben in Freiheit garantiert und nachhaltig zur Lebensqualität vor Ort beiträgt. Die SPD ist überzeugt von einem klugen Mix aus Sicherheit und Freiheit, steht für das staatliche Gewaltmonopol ein, respektiert das Engagement des zivilen Ehrenamts und setzt sich mit Polizei und Aufsichtsbehörden für Ordnung, Vorsorge, Verlässlichkeit, Schutz und Sicherheit im Kreis Unna ein. Dabei verurteilen wir populistische Forderungen auf dem Rücken von Minderheiten. Alle Menschen brauchen gleichermaßen Schutz, alle müssen sich im Kreis Unna wohlfühlen.

  • Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophen- und Zivilschutz brauchen eine bestmögliche personelle und technische Ausstattung. Die Corona-Krise hat gezeigt: Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sind unverzichtbar, um die Sicherheit der Menschen im Kreis Unna zu garantieren.
  • Angesichts der Erfahrungen in der Corona-Krise muss mit Hilfe von Bund und Land eine Strategie erarbeitet werden, die eine stets ausreichende Bevorratung von Schutzausrüstung, Notfallmedikamenten und Desinfektionsmitteln im Kreis Unna für alle relevanten Akteur*innen garantiert.
  • Die SPD fordert, das Zentrum für Gefahrenabwehr an der Unnaer Florianstraße baulich und technisch auf den neuesten Stand zu bringen.
  • Vorbeugende Maßnahmen und Opferschutz liegen uns besonders am Herzen. Wir unterstützen die Arbeit des Arbeitskreises gegen sexuellen Kindesmissbrauchs sowie weitere Präventionsnetzwerke zwischen Kreispolizeibehörde, freien Träger*innen und Vereinen, wie zum Beispiel Kinderschutzbund oder Frauenforum. Die SPD tritt zudem für eine personelle Verstärkung der Kriminalprävention ein.
  • Hilfeeinrichtungen wie Frauenhäuser, Beratungsstellen und Unterstützungsangebote müssen einfach zugänglich sein und bedarfsgerecht ausgebaut werden.
  • Die Kreispolizeibehörde unter Leitung unseres Landrats ist ein Garant für öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die statistisch erfassbare Kriminalität ist rückläufig. Wir unterstützen das bewährte Modell einer präsenten, örtlich verankerten und bürgernahen Polizei im Kreis Unna. Sie verdient Respekt für ihre unverzichtbare Arbeit.

Zusammen leben – Solidarisches Miteinander im Kreis Unna

 

 

Hier im Kreis Unna leben knapp 400.000 Menschen jeden Alters, Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Religion und sexueller Orientierung zusammen. Für uns ist der Kreis Unna ein Ort der Vielfalt, an dem niemand ausgeschlossen wird. Eine echte Gemeinschaft, die zusammenhält und in der wir uns gegenseitig unterstützen. Gelebte Solidarität, Toleranz und Respekt haben uns in der Vergangenheit stark gemacht und helfen uns aktuell, die Corona-Krise und ihre Folgen zu meistern. Sicherheit und Wohlstand für alle – das hat auch viel damit zu tun, dass wir gut miteinander umgehen und aufeinander zugehen.

  • Die SPD hat eine klare Haltung: für Freiheit und Demokratie – seit 157 Jahren! Wir stehen fest an der Seite derer, die sich wie wir gegen Rassismus, Antisemitismus, rechte Hetze und Gewalt sowie die Ausgrenzung von Mitmenschen einsetzen. Dabei sind wir kompromisslos und verlangen das von allen, die mit uns gemeinsam Verantwortung für den Kreis Unna übernehmen wollen.
  • Tausende von Ehrenamtlichen engagieren sich in unserer Region in Vereinen und Organisationen wie Freiwilliger Feuerwehr, DLRG, Kinder- und Seniorenarbeit, Vereinssport und nicht zuletzt bei der Integration von Geflüchteten. Dieses Engagement verdient Dank und Respekt und wir wollen es zukünftig durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle Ehrenamt auf Kreisebene unterstützen, die die Aktivitäten der Städte und Gemeinden unterstützt und vernetzt.
  • Gleichstellungspolitik und Frauenrechte sind für die SPD nicht nur große Forderungen. Wir wollen uns im Alltag daran messen lassen, dass politische Entscheidungen dazu beitragen, gleiche Rechte von Frauen zu verwirklichen. Dazu gehört für uns, dass alle Entscheidungen von Anfang an unter dem Blickwinkel betrachtet werden, dass sie unterschiedliche Voraussetzungen bei Männern und Frauen berücksichtigen und die Lücke der Ungleichheit weiter schließen. Als Kreis Unna werden wir die Einrichtungen weiter stützen, die sich für die Rechte und die gleichen Chancen von Frauen in allen Lebensbereichen einsetzen.
  • Eine gerechte Gesellschaft ist eine inklusive Gesellschaft, in der das tägliche Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen selbstverständlich ist. Alle müssen gleichermaßen Zugang zu bestmöglicher Bildung, existenzsichernder Erwerbsarbeit und ungehinderter Teilhabe am politischen, kulturellen und sozialen Leben im Kreis Unna haben. Dazu brauchen wir auch den flächendeckenden Abbau von Barrieren – im öffentlichen Raum, in Kultureinrichtungen, im ÖPNV, in Krankenhäusern und Arztpraxen, in Schulen und Kindergärten etc.
  • Ein gut funktionierendes Gemeinwesen braucht eine verlässliche, bürgernahe und leistungsfähige Verwaltung. Die SPD steht zu unseren Verwaltungen und wir suchen den engen Austausch mit den Personalvertretungen bei wichtigen und personalrelevanten Zukunftsentscheidungen.
  • Ein gutes soziales Miteinander bedeutet auch Sicherheit. Wir stehen zur öffentlichen Verantwortung bei zentralen Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge. Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger müssen in deren Sinne erbracht werden und flächendeckend in gleicher Qualität verfügbar sein. Die kommunalen Unternehmen in den Städten und Gemeinden sowie die Unnaer Kreis- Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS), die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft (GWA), die Sparkassen im Kreis Unna und die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) leisten Daseinsvorsorge auf höchstem Niveau und sorgen für vertretbare Preise und Gebühren – auch für Tarifbindung. Wir werden darauf achten, dass sie ihren Aufgaben weiterhin uneingeschränkt nachkommen können und im Eigentum des Kreises Unna bleiben.

Kultur, Sport, Freizeit – Lebensqualität vor Ort

 

Der Kreis Unna hat viele schöne Seiten – attraktive Kulturangebote, eine abwechslungsreiche Landschaft mit spannenden Naturerlebnisorten und ein breites Sportangebot. Das wissen die Menschen vor Ort, aber auch zahlreiche Besucher*innen aus der Region und darüber hinaus zu schätzen. Die SPD setzt sich nachdrücklich für Ausstellungsorte, Theater, Festivals, Konzerte, Radwanderrouten, den Ausbau von Spazierwegen etc. ein. Denn das alles prägt und bereichert unser Leben. Zudem stärken wir damit den Wirtschaftsstandort Kreis Unna: Unternehmen profitieren im Wettbewerb um Fachkräfte von einem Höchstmaß an Lebensqualität, die wir im Kreis Unna garantieren.

  • Unsere lebendige Kulturszene verdient einen größeren und sichtbareren Stellenwert. Die Ausstellungen auf Haus Opherdicke und auf Schloss Cappenberg, die Konzerte der Neuen Philharmonie Westfalen, die Reihe „Mord am Hellweg“ sowie Angebote in den Kommunen wie das Heinz-Hilpert-Theater in Lünen, das Lichtkunstzentrum in Unna, das Welttheater der Straße und die Rohrmeisterei in Schwerte machen den Kreis Unna über seine Grenzen hinaus bekannt. Wir wollen auch in Zukunft Kulturorte stärken und sicherstellen sowie die freie Szene im Kreis Unna unterstützen.
  • Die pädagogische Arbeit in den Kultureinrichtungen wird konsequent ausgebaut. Kinder lernen spielerisch, dass Kunst Spaß macht, bildet und einen Platz im alltäglichen Leben verdient.
  • Künstler*innen geben Anstöße zur Diskussion wesentlicher Fragen. Die SPD sucht den Austausch mit Kulturschaffenden, denn sie sind für uns nicht Beiwerk, sondern gehören zum Fundament einer intakten demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft.
  • Der Kreis Unna hat eine vielfältige Sportlandschaft. Wir werden weiterhin die nötigen Rahmenbedingungen mit attraktiven Sportstätten sicherstellen. Besonders am Herzen liegen uns der Breitensport und Angebote für Kinder, die Gemeinschaftserlebnis und Bewegungsförderung ermöglichen.
  • Lebensqualität bedeutet auch, Naherholungsgebiete im Kreis Unna zu erhalten und als Orte der Begegnung und des Verweilens weiter aufzuwerten.
  • Den Kreis Unna auf Radrouten und Wanderwegen erkunden – das bietet wunderschöne Naturerlebnisse für alle Generationen und fördert den sanften Tourismus. Die SPD setzt sich deshalb für eine Stärkung der Erlebnis- und Erholungsqualität durch Instandhaltung und Ausbau einer naturnahen Infrastruktur ein.
  • Die SPD unterstützt die Internationale Gartenschau 2027 (IGA). Bergkamen und Lünen gehören zu den Hauptschauplätzen, die gemeinsam einen „Zukunftsgarten“ bilden, der den Weg ebnet für die Entwicklung eines zukunftsfähigen Freizeit- und Tourismusstandorts Metropole Ruhr. Bergkamen erhält im Rahmen der IGA die Chance auf einen eigenen Bahnhof.

Unser Kreis Unna ist wirtschaftlich erfolgreich, sozial verantwortungsvoll, vielfältig, bunt, herzlich.

Und er hat alle Voraussetzungen, Vorbild für eine neue, saubere Wirtschaft und damit Mittelpunkt der Zukunftsregion Östliches Ruhrgebiet zu werden.

Der Kreis Unna kann zuversichtlich in das neue Jahrzehnt schauen,
wenn wir die nötigen Veränderungen gemeinsam gestalten,
damit bleibt, was gut ist
und damit verändert wird, was Zukunft braucht
und damit alle Menschen gern hier leben.

Lassen Sie uns gemeinsam
die Zukunft in unserem
Kreis Unna gestalten!