Wüste Dunkelheit zu Umweltfragen

Um 300 Meter soll die Landebahn des Flughafens Dortmund verlängert werden –  ohne zuvor zu prüfen, welche Umweltbelastungen hierdurch neu entstehen können. Das ist die erklärte Absicht der Bezirksregierung Münster: Sie will auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichten.

Ein kritische Nachfrage an die Landesregierung zu dieser Vorgehensweise hat Hartmut Ganzke, MdL für Fröndenberg, Holzwickede, Schwerte und Unna, gestellt – und nun Antwort erhalten.

Eine konkrete Antwort auf Ganzkes zentrale Frage, mit welchen Feinstaub-, Ultrafeinstaub und Stickoxid-Belastngen  die Unnaer Bürger zukünftig rechnen müssen, bleibt der zuständige Verkehrsminister Hendrik Wüst jedoch schuldig. Entsprechend enttäuscht reagiert der heimische Landespolitiker Hartmut Ganzke in seiner jüngsten Pressemitteilung auf die lapidare Antwort des Ministers:

„Herr Minister Wüst zitiert in seiner Antwort lediglich aus dem § 9 des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes. Er teilt hier nur mit, dass eine allgemeine Vorprüfung zu dem Ergebnis kommt, dass durch die Verlängerung der Start- und Landebahn um 300m keine zusätzliche oder erhebli­che nachteilige Umweltauswirkungen hervorgerufen würde. Jedoch lässt er sowohl mich als auch alle Bürger unserer Stadt im Dunklen darüber, was die allgemeine Vorprüfung genau ergeben hat! Daten oder Messwerte fehlen in der Antwort in Gänze! Insofern bleibe ich bei meiner Meinung, dass eine 20 Jahre alte Umweltverträglichkeitsprüfung als Grundlage einer solch gravierenden Entscheidung zu Lasten der Bevölkerung ungeeignet und intransparent ist! Sowohl die Bezirksregierung als auch der zuständige Minister haben hier eine Aufklärungspflicht gegenüber den Menschen in der Stadt Unna“

 

Hier der vollständige Text er kleinen Anfrage:

Kleine Anfrage Hartmut Ganzke zur Flughafenerweiterung Dortmund